'Der Stürmer' und seine Leser


ISBN 9783863317119
537 Seiten, Gebunden/Hardcover
CHF 40.75
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Im April 1923 erschien die erste Ausgabe des radikal-antisemitischen Wochenblatts Der Stürmer. Noch immer gilt die Privat­zeitung des fränkischen Gauleiters Julius Streicher als Musterbeispiel erfolgreicher Indoktrination. Die vorliegende Studie reflektiert diese Einschätzung mit dem interdisziplinären Ansatz einer historischen Medienwirkungsforschung. Grundlage der Untersuchung bildet die umfassende Analyse des Blattes als zeit­genössisch neuartiger antisemitischer Boulevard und weit über den Erscheinungsort Nürnberg hin aus äußerst populäres Massen­medium. Die Auswertung vielfältiger historischer Reaktionsquellen offenbart das Zusammenspiel zwischen der Leserschaft und der Stürmer-Schriftleitung: Massenhafte Einsendungen an den Verlag bis hin zu speziellen Aktivitäten wie der eigeninitiativen Errichtung unzähliger Stürmerkästen sind Ausdrucksformen der bewussten Zustimmung eines Teils der deutschen Bevölkerung zu den antisemitischen Inhalten des Blattes.
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