Das 'Sündenregister der Franzosen in Teutschland'


ISBN 9783865836076
233 Seiten, Gebunden/Hardcover
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Das Verhältnis zwischen Frankreich und Deutschland ist eine Zweierbeziehung mit Höhen und Tiefen. Im 17. und 18. Jahrhundert eiferte man im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation an zahlreichen Residenzen der französischen Hofkultur nach. In der napoleonischen Ära und insbesondere in der Zeit der Befreiungskriege hingegen traten im Verhältnis zwischen Franzosen und Deutschen immer dominanter die Gegensätze hervor und es kam zu einer schier unversöhnlichen Feindschaft.

Die vorliegende Publikation geht verschiedenen Facetten der publizistisch-propagandistischen Begleitmusik der anti-napoleonischen Befreiungskriege in Deutschland nach und unterzieht sie einer Deutung. Mit dem "Sündenregister der Franzosen in Teutschland" wird dabei ein bislang wenig beachteter antifranzösischer Propagandatext präsentiert, der ein markantes Beispiel für die scharfe Konfrontation zwischen Franzosen und Deutschen darstellt und dessen Erstveröffentlichung sich 2014 zum zweihundertsten Mal jährt.

Es ist jedoch nicht nur der Inhalt der in ihrer politischen Stoßrichtung mehrheitlich antifranzösischen Texte aus der Zeit der Befreiungskriege, der von historischem Interesse ist. Auch die politischen und presserechtlichen Rahmenbedingungen für ihre Veröffentlichung in den Jahren 1813 und 1814, die praktizierte Zensur und die Interaktion zwischen Verlegern und Staatsdienern werfen manches Schlaglicht, das die gesellschaftliche Szenerie erhellt. So können die Erörterungen zur Autorschaft des "Sündenregisters der Franzosen in Teutschland" und die Betrachtungen zu den Bemühungen des Verlegers Friedrich Arnold Brockhaus im Frühjahr 1814 maßgeblich zum Verständnis der Zeit und der damaligen Akteure beitragen.
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